Ein Leben mit Monstern im Kopf

Mein Leben mit meinen Monstern im Kopf ist ziemlich anstrengend. Diese Monster beeinflussen mich dauerhaft, egal wo ich mich gerade befinde und sie lassen sich auch nicht aus meinem Kopf vertreiben.

Das bedeutet das ich mich 24 h am Tag, an 7 Tagen in der Woche mit den Monstern arrangieren muss. In der Fachwelt heißt das, dass sich meine psychischen Erkrankungen chronifiziert haben und ich lernen muss, damit zu leben. An manchen Tagen komme ich mit den Symptomen gut zurecht und an anderen weniger oder gar nicht. Hier im Blog geht´s darum, wie ich so mit den Monstern im Kopf so klar komme oder auch nicht 😉

Gute Zeiten ohne Monster

Es gibt Tage bei mir, an denen lässt es sich mit meinen Monstern im Kopf gut leben. Die Monster haben sich zurückgezogen und so kommen weder ich noch andere auf die Idee, dass eine psychische Erkrankung vorhanden ist. Sie quälen weder mich, noch meine Mitmenschen – weder verursachen sie Chaos in meinem Kopf, noch außerhalb. Es sind Tage an denen ich vergessen kann, dass es diese Monster gibt und auch sonst fällt niemanden etwas merkwürdiges an mir auf. Ich nenne diese seltenen Tage: gute Zeiten ohne Monster.

Chaotische Monstertage

Es gibt Tage, da merke ich die Auswirkungen meiner „gestörten“ Psyche sehr deutlich und auch meine Mitmenschen erkennen Symptome der psychischen Erkrankungen. Ich nenne sie chaotische Monstertage. Immer wieder kommt es zur Aktivierung meiner Monster im Kopf. Die Gründe sind mir leider nicht immer bekannt, doch ich weiß durch meine Therapien, dass sie durch Trigger (Auslöser) hyperaktiv werden, die in meiner Vergangenheit liegen. Einige Erlebnisse haben mich wahrscheinlich so belastet, dass sie mein Kopf/Gehirn/Verstand noch nicht richtig verarbeitet und eingeordnet hat. In bestimmten Situationen tauchen diese Erlebnisse unkontrolliert wieder auf und meine Monster verursachen damit ein ganz schönes Chaos in der Gegenwart.

Monster im Griff (neutrale) Tage

An manchen Tagen bemerke ich zwar Symptome bei mir, doch ich habe sie soweit unter Kontrolle, dass ich nach außen hin funktioniere und mein Umfeld nichts von meinem Problemen mitbekommt. An diesen Tagen bin ich also der Chef über den Monsterhaufen und hab alle im Griff und erkenne ich bereits, dass die Monster aktiv werden. Dann kann ich zeitweise rechtzeitig gegensteuern, sie eine zeitlang durch Skills ablenken und sie dadurch hindern, ein größeres Chaos zu veranstalten. Mein Ziel in der Therapie ist es, möglichst viele Monsterchaostage in solche Tage umzuwandeln und so weniger belastende Phasen im Leben zu haben.

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