Medikamente

Der tägliche Cocktail

Einmal in der Woche heißt es für mich, meine wöchentliche Ration Medikamente vorbereiten.

Die Einnahme von Psychopharmaka ist häufig mit Ängsten und Vorurteilen verbunden, die ich auch teilweise nachvollziehen kann. Diese Bedenken für oder gegen unterstützende Medikamente sollte man mit dem Arzt seines Vertrauens besprechen und dann für sich selbst entscheiden, ob die Medikamenteneinahme einem selbst helfen kann oder nicht.

Erfahrungen und Meinungen anderer im sozialen Umfeld oder im Internet sind bei der Entscheidung für oder gegen eine Einnahme nicht immer hilfreich, da jeder unterschiedlich auf das Medikament reagiert.

Leider gibt es auch immer noch Ärzte, die diese Unterschiede nicht wahrhaben wollen und den Patienten nicht ernstnehmen…. meiner Meinung nach ein Kriterium für einen Arztwechsel.

Ich für mich kann sagen, dass Psychopharmaka mir helfen, das Chaos, was meine Monster im Kopf veranstalten, leichter/ besser zu kontrollieren. Sie sind für mich eine Unterstützung, um an meinen Schwierigkeiten aufgrund meiner psychischen Erkrankung überhaupt arbeiten zu können.

Klar, hatte ich anfangs auch mit Nebenwirkungen zu kämpfen und es wurde eine Reihe verschiedener Medikamente ausprobiert, bis die richtige Kombination gefunden wurde, mit der ich am besten klar komme. Ich nehme die aktuellen Psychopharmaka jetzt schon einige Jahre – Absetzversuche scheiterten bis jetzt.

Vielleicht werde ich es nochmal versuchen, wenn in meinem Leben wieder etwas stabilere Bedingungen herrschen und meine persönlichen Ängste- vor der für mich unsicheren Zukunft – weniger werden.

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