Können psychische Störungen ignoriert oder verdrängt werden?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen JA! – zumindest für einen gewissen Zeitraum.

Ursachen für Verdrängung und Ignoranz

Meistens ist es so, dass psychische Erkrankungen von den Betroffenen vor ihren Mitmenschen verborgen werden – aus Scham und Angst vor Stigmatisierung und Vorurteilen. Aber auch vor sich selbst, starten Menschen regelmäßig den Versuch, psychische Probleme zu ignorieren oder zu verdrängen.

Nach Außen entsteht deshalb dann der Eindruck, dass der betroffene Mensch gesund ist. Sätze wie: „Das sieht man dir gar nicht an“ oder „du wirkst gar nicht so krank“ bekommen die Betroffenen dann regelmäßig zu hören, wenn Nichtbetroffen über die Erkrankung in Kenntnis gesetzt werden.

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Alles für die Selbstoptimierung?

ME-TIME, SELF-CARE, Zeit für sich selbst, Selbstfürsorge, Quality Time, Work-Life-Balance, mehr Lebensqualität,…

Alles Begriffe, die mir (gefühlt) momentan überall begegnen, ebenso die dazugehörigen Produkte, die dem Leser ein besseres Leben ermöglichen sollen – wenn er sie denn kauft und anwendet.

Das Internet, Zeitschriften und die neuen Medien sind voll von Tipps und Ratschlägen, die helfen sollen, sich zu entspannen, neue Energie zu tanken oder gesünder zu leben. Es gibt Artikel für optimale Ernährung, Entspannungsübungen für Berufstätige, Tipps für mehr Bewegung trotz Stress im Alltag und vieles mehr. Für den einen gehört das Glas Wein am Abend dazu, für den anderen ein langes Vollbad mit extra viel Schaum oder eine Ganzkörpermassage im nahegelegenen Wellnesstempel.

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Ein Jahr ist es mittlerweile her, als bei mir die ersten Zweifel an meiner langjährigen Psychotherapie aufkamen. Zweifel daran, ob ich wirklich alle Themen in der Therapie ansprechen darf. Natürlich gab es auch vorher schon Momente, wo ich mit dem Verhalten meiner Therapeutin Schwierigkeiten hatte, doch
– entweder rückte dieses Problem aufgrund aktueller Schwierigkeiten außerhalb des Therapiesettings wieder in den Hintergrund
– oder ich vetraute nach Ansprache meiner Schwierigkeiten den Worten meiner Psychotherapeutin, dass sie schon genau wisse, was sie tut
und damit war das Thema erstmal beendet.

Sprechblockade

Doch das änderte sich letztes Jahr im Juni: damals hatte ich mal wieder große Probleme mit dem Reden in der Therapie. Es wollte einfach nicht klappen, irgendwie war ich blockiert, weil immer so eine Angst „mich nicht verständlich ausdrücken“ zu können und dadurch falsch verstanden, nicht ernstgenommen zu werden, mitschwang.

Dieses „Nicht Reden können“ belastete mich damals wahnsinnig, ich wusste einfach nicht, wie ich es ändern sollte, wie ich es schaffen sollte trotz der Blockade zu reden. Ich wollte dieses Thema unbedingt in der Therapie ansprechen und bearbeiten.

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Ein Halbmarathon zwischen Aufgeben und Durchbeissen

Letzten Sonntag fand zum 13. Mal der Metropolmarathon in Fürth / Mittelfranken statt, für den ich mich schon seit Monaten angemeldet und vorbereitet hatte.

Diese Laufveranstaltung werde ich so schnell nicht vergessen, denn für mich war es der bisher härteste Halbmarathon, an dem ich teilgenommen habe – ein Kampf, der mich vor allem mental, so an meine Grenzen gebracht hat, so dass ich noch heute, 2 Tage später, die Auswirkungen spüre und auch mein Körper immer noch nach Erholung ruft.

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Ursprünglich sollte diese Woche ein Beitrag zum Thema Selbstfürsorge erscheinen, doch anstatt schriftlich hier im Blog darüber zu schreiben, stand für mich eher die praktische Umsetzung an.

plötzlich ist der Akku leer

Gestern, im Gespräch mit meiner Ergotherapeutin, wurde mir mit Tränen in den Augen schlagartig klar, dass ich mir in der letzten Zeit zuviel zugemutet hatte. Nicht nur schlimme, anstrengende oder unangenehmene Erlebnisse können mich überfordern, sondern auch positive und angenehme Situationen.
Die Summe macht´s!
Schlafstörungen, Albträume, vermehrte Ängste und plötzliche Tränenausbrüche bei Kleinigkeiten zeigen mir, dass ich mein seelisches Gleichgewicht nicht mehr Griff habe, sondern es mich.

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